Von Uwe Albrecht, Bürgermeister für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Leipzig

Leipzig ist eines von zwölf deutschen Digital Hubs. Im April 2017 hat Leipzig zusammen mit Dresden den Zuschlag im Rahmen der Initiative. des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erhalten. Erklärtes Ziel des Programmes ist es, Deutschlands Stärken als führende Industrienation mit vorhandenem, qualitativ hochwertigem Know-how hervorzuheben und das Land so zu einer Alternative für Gründer, Investoren und Fachkräfte aus aller Welt werden zu lassen. Mit dem Rückenwind als Digital-Hub-Standort können wir die herausragende Entwicklung, die Leipzig in den vergangenen Jahren bezüglich unternehmerischer Erfolge und wissenschaftlicher Spitzenleistungen vollzogen hat, weiter ausbauen und die Internationalität Leipzigs stärken. Der besondere Fokus des Leipziger Smart Infrastructure Hub liegt auf den Bereichen Energie in Verbindung mit deren umweltfreundlicher Erzeugung und Nutzung, Smart-City-Ansätzen in einer vernetzten, intelligenten Stadt sowie auf dem Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung.

Leipzig hat sich als Energiemetropole bereits fest etabliert. Der Betrieb virtueller Kraftwerke und Handel mit Energie bilden die Grundlage erfolgreicher nationaler und internationaler Geschäftsmodelle. Die Erfahrungen aus dem Strukturwandel werden in den Smart Infrastructure Hub eingebracht. Eine wichtige Aufgabe besteht in der Vernetzung von etablierten und jungen Unternehmen zur Realisierung von Pilotprojekten.

Für neu gegründete Unternehmen sind ergänzende Büroflächen mit gemeinsam nutzbaren Werkstätten und Wohnbereichen auf dem Gelände der Baumwollspinnerei geplant. Ein im Aufbau befindlicher Venture-Capital-Fonds soll Kapital für die Startphase der Unternehmensgründung bereitstellen.

Die in Leipzig vorhandene Spitzenforschung in den Bereichen Energiewirtschaft, Energietechnik, Stadtplanung sowie der Umweltforschung soll um digitale Kompetenzen ergänzt und durch ein hochschulübergreifendes Kompetenzzentrum für Digitale Energiewirtschaft und Smart City besser vernetzt werden. Die SpinLab Accelerator GmbH wird als regionale Koordinierungsstelle, der so genannten Hub-Agency, fungieren.

Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere wachsende Stadt Leipzig zusammen mit den Partnern und unter Einsatz modernster Technologien fit für die Zukunft machen und die Region im globalen Wettbewerb gut positionieren werden. (Aus dem Grußwort zum 11. Expertentreffen

Energiemetropole Leipzig) Leipzig investiert in die Zukunft

Erklärung des Vorstand des Netzwerk Energie & Umwelt e. V.

Die Ära heilsbringender qualmender Schornsteine ist endlich. Heute wird die Zukunft durch die „Digitalisierung“ propagiert. Handelt es sich dabei nicht nur um eine nahezu vorbestimmte Fortsetzung des Automationsprozesses in entwickelten Volkswirtschaften?

Oder steht der Begriff „Digitalisierung“ im Kern für den Einzug neuer Denk- und Handlungsmodelle in unserem Leben? Neben den materiellen Investitionen geht es womöglich auch um die Investition in die Köpfe der Menschen, die die wesentliche Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg sowie Lebensqualität sind und bleiben.

 

Deshalb widmet sich das diesjährige Expertentreffen der Energiemetropole Leipzig weniger technischen Fragenstellungen, sondern eher denen:

·       Wie finden in Zukunft kluge Ideen neue Wege zur Investition?
·       Wer sind und was macht der Unternehmer von morgen mit den Unternehmen von heute?
·       Wie sichert sich die Wissensgesellschaft ihre Grundlage?

 

Das 11. Expertentreffen „Energiemetropole Leipzig“ gibt Antworten auf diese Fragen und wird Raum für Austausch und Diskussionen bieten. Diskutieren Sie also mit, denn jetzt werden die komplexen Dienstleistungen im Energie-, Umwelt- und Mobilitätssektor neu gestaltet und somit die Zukunft der Energiemetropole Leipzig neu geschrieben.

 

Das Expertentreffen, welches jährlich als Höhepunktveranstaltung des Netzwerkes Energie & Umwelt e. V. (NEU e. V.) in Kooperation mit dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig veranstaltet wird, spiegelt das vielfältige und lebendige Miteinander in Leipzig und der Region wider.

Auch in den Folgejahren profitieren Mitglieder des Netzwerkes im besonderen Maße davon. Das Netzwerk mit derzeit acht Clusterteams sowie spezialisierten Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themenschwerpunkten aus dem Energie- und Umweltsektor, bilden die Basis für gemeinsame Projektarbeit und Fachkommunikation. Der Transfer von Wissen und Fachkräften zwischen den Hochschulen und Unternehmen wird jährlich mit einer Veranstaltungsreihe „Energiecluster trifft Wissenschaft“ erfolgreich praktiziert.

Veranstaltungen zur „Internationalisierung“ – im Rahmen der „Leipziger Kamingespräche“ des NEU e. V. – vernetzen international orientierte Unternehmensaktivitäten mit Unternehmen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig.

Beim bundesdeutschen sowie internationalen Auftritt Leipzigs als „Digital Hub – Smart Infrastructure“ wird der NEU e. V. selbstverständlich für die hiesigen Unternehmen hinsichtlich der Markterweiterung und auf Projektebene aktiv sein und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Ganz praktisch wird es, wenn das Netzwerk seine Mitglieder bei der Suche nach geeigneten Fachkräften, Projektpartnern oder Fördermitteln unterstützt.

 

Warum das Ganze?

Der Verein hat sich der Förderung von Unternehmen vor Ort sowie der Erhöhung der Wertschöpfung für die Unternehmen der Region und deren Kommunikation untereinander verschrieben.

Im hochkarätigen Wirtschafts- und Wissenschaftsbeirat werden Strategien und Projekte diskutiert und bewertet sowie Anliegen des Netzwerkes aufgegriffen und auch auf politische Entscheidungsebenen gehoben. Es lohnt sich also, im Netzwerk Mitglied zu sein, mitzumachen und die Zukunft mitzugestalten. Der Vorstand und die Geschäftsstellenleiterin des NEU e. V. stehen Ihnen für ein persönliches Gespräch gern zur Verfügung.

(Erklärung zum 11. Expertentreffen Energiemetropole Leipzig)

 

 

 

KONTAKT

www.energiemetropole-leipzig.de

Leipziger Stadtwerke errichten dezentrale Energiestationen

 

Die Leipziger Stadtwerke errichten vier dezentrale Energiestationen, so genannte Blockheizkraftwerke (BHKW), an eigenen Standorten in Leipzig. „Wir investieren in diese Anlagen insgesamt 8,8 Millionen Euro – und damit in die Versorgungssicherheit der Leipziger und in eine höhere Flexibilität sowie Wirtschaftlichkeit unseres Erzeugerparks“, erklärt Karsten Rogall, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke. Bis zum Jahresende sollen die Energiestationen errichtet werden und ab 2018 die Strom- und Wärmeversorgung Leipzigs ergänzen.

 

Die Energiestationen arbeiten in Kraft-Wärme-Kopplung mit einem sehr hohen Gesamtwirkungsgrad von ca. 90 Prozent und stellen verbrauchsnah gleichzeitig Strom und Wärme bereit. So wird die eingesetzte Primärenergie effizient ausgenutzt. Jede der Energiestationen verfügt über eine thermische und eine elektrische Leistung von je zwei Megawatt. Diese Leistung ist ausreichend, um rein rechnerisch 400 Haushalte neu an das Fernwärmenetz anzuschließen und den Strombedarf von rund  9.000 Leipziger Haushalten zu decken.

Eingebaut werden die Anlagen schallgeschützt in ehemalige Umformerstationen. So sorgen die Stadtwerke dafür, dass die Energiestationen im Quartier zu den ruhigen Nachbarn gehören werden. „Außerhalb der Gebäude werden unsere Energiestationen weniger wahrnehmbar sein, als ein Kühlschrank“, so Rogall.

 

Die Energiestationen sind ebenso effizient wie flexibel und in der Lage, dringend benötigte Regelenergie, also kurzfristig verfügbaren Strom, zu liefern. Mit diesem kann die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien im Netz ausgeglichen und der wirtschaftliche Betrieb der Anlagen unterstützt werden.

 

„Leipzig erlebt gerade eine zweite Gründerzeit“, sagt Johannes Kleinsorg, Sprecher der Stadtwerke-Geschäftsführung. „Unser Ziel ist es, die sichere Energieversorgung der wachsenden Stadt zukunftsweisend, ressourcenschonend und gemeinsam mit den Leipzigern zu gestalten.“ Dabei setze das Unternehmen gezielt auf eine intelligente und technologieoffene Verknüpfung von effizienten konventionellen und erneuerbaren Energien. „Die Energiewende muss wesentlich konsequenter dezentral gestalten werden – mit einem Transformationsprozess, bei welchem sich wirtschaftliches Wachstum und ökologische Weitsicht nicht ausschließen, sondern bestenfalls befördern“, fordert Kleinsorg.

 

KONTAKT

www.l.de/stadtwerke

www.ernergiemetropole-leipzig.de

 

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Dezentrale BHKWs unterstützen künftig den weiteren Ausbau der Fernwärme der Leipziger Stadtwerke und tragen zur stabilen und sicheren Versorgung bei

Quelle: © LVV