Kompetenzschule „CompeTE+“

Neue Promotionskultur an der HTWK Leipzig

Die Rektorin die HTWK Leipzig, Professor Renate Lieckfeldt, eröffnete im Mai die „Kompetenzschule CompeTE+ Überfachliche Kompetenzentwicklung für Promovierende“. Unter den vielen Gästen waren Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK), der Stadt Leipzig, der sächsischen Wirtschaft sowie zahlreiche Hochschullehrende und Promovierende. Ziel von CompeTE+ ist die überfachliche Qualifizierung von Promovierenden an der HTWK Leipzig in Hinblick auf künftige wissenschaftliche oder leitende Tätigkeiten in den Bereichen Forschung und Entwicklung, etwa in Hochschulen oder sächsischen Unternehmen. Die HTWK Leipzig ist die erste sächsische Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die eine eigene Kompetenzschule, also eine Graduiertenschule mit dem Schwerpunkt auf berufsorientierten Schlüsselkompetenzen, aufbaut. „Mit CompeTE+, dem Kompetenzzentrum für HTWK-Doktoranden, sind wir Vordenker unter den sächsischen Hochschule für Angewandte Wissenschaften“, sagt Rektorin Lieckfeldt. Sie betont jedoch auch, dass künftig auch den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in forschungsstarken Bereichen ein eigenes Promotionsrecht eingeräumt werden muss: „Nur mit einem eigenen Promotionsrecht kann es uns gelingen, die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region in ihrer Innovationsstärke konsequent zu unterstützen.“ An der HTWK Leipzig forschen derzeit knapp 50 Promovierende, insgesamt werden im kooperativen Verfahren etwa 80 Doktorandinnen und Doktoranden von Hochschullehrenden der HTWK Leipzig mitbetreut. In seinem Grußwort stellt Johannes Pförtner, Leiter des Referates für Hochschulplanung und Statistik im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), die Promotionsförderung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften als ein wichtiges Element sächsischer Hochschulpolitik heraus, auch im Sinne der nachhaltigen Fachkräftesicherung für den Freistaat Sachsen. Für Professor Markus Krabbes, Prorektor für Wissenschaftsentwicklung, ist der Aufbau der Kompetenzschule Ausdruck des neuen Selbstverständnisses und des Anspruchs, sich als Hochschule für Angewandte Wissenschaften zu positionieren, was sich auch an verbesserten Rahmenbedingungen für Nachwuchswissenschaftler zeigen muss. „Mit dem Qualifizierungsprogramm der Kompetenzschule kommen wir unserem eigenen Qualitätsanspruch bei der Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses einen entscheidenden Schritt näher“, so Krabbes. Den potenziellen Nutzen für die sächsische Wirtschaft bestätigt Dr. Mathias Reuschel, Vorsitzender der S&P Gruppe, unter anderem mit Sitz in Leipzig. Reuschel weiß um die Anforderungen gerade in kleinen und mittleren Unternehmen: „Wir brauchen Mitarbeiter, die neben der nötigen Fachkompetenz auch Kompetenzen auf den klassischen Gebieten des Unternehmertums besitzen: Organisations- und Kommunikationsfertigkeiten, Leitungskompetenz und Teamfähigkeit. Deshalb freuen wir uns, wenn Promovenden an der Kompetenzschule CompeTE+ solche Kompetenzen erwerben können“, und fügt hinzu: „Wir brauchen das Promotionsrecht für unsere HTWK!“

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